Einrichtung Strategiegruppe Klimafolgenanpassung

Die Querschnittsaufgabe Klimafolgenanpassung berührt eine Vielzahl von Handlungsfeldern und erfordert eine intensive Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Fachbereichen und Eigenbetrieben. Daher soll die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Klimafolgenanpassungskonzept durch eine dezernatsübergreifende Strategiegruppe begleitet werden. Die fachübergreifende Strategiegruppe unterstützt die Einbeziehung von Klimafolgenanpassungsmaßnahmen in Vorhaben und Planungsprozesse der nachhaltigen Stadtentwicklung.

Sie dient gleichzeitig zur Identifikation von Synergien und Zielkonflikten zwischen den Handlungsfeldern und zur Abstimmung über die Nutzung von Fördermöglichkeiten. Der regelmäßige Informationsaustausch der Strategiegruppe zu Klimabelangen und aktuellen Projekten der Stadtentwicklung zielt unter anderem darauf ab:

  1. Fachliche Bezüge im Hinblick auf Klimafolgenanpassung zu erkennen
  2. Aktuelle Erkenntnisse und neue Datengrundlagen bekannt zu machen
  3. Positive und negative Auswirkungen sowie übergreifende Lösungen zu identifizieren
  4. Anforderungen aus Klimafolgenanpassung in Planungsprozessen transparent und frühzeitig zu berücksichtigen

Das Einrichten einer Strategiegruppe zum Themenfeld Klimafolgenanpassung wurde von der Stadt Mannheim unternommen. Hierdurch konnten bereits wichtige Handlungsschritte, Lösungsansätze sowie Herausforderungen herausgearbeitet werden.

Handlungsschritte

Durch die Einrichtung einer Strategiegruppe Klimafolgenanpassung in Mannheim haben sich verschiedene Aspekte als besonders hilfreich erwiesen:

  1. Zielsetzung und Aufgaben: Es ist wichtig, klare Ziele und Aufgaben für die Strategiegruppe zu definieren, z.B. die Identifizierung von Anpassungsmaßnahmen, die Überwachung der Umsetzung von Anpassungsplänen, die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen oder die Kommunikation von Informationen an die Öffentlichkeit.
  2. Zusammensetzung: Die Strategiegruppe sollte aus Expert:innen und Interessengruppen zusammengesetzt werden, die verschiedene Perspektiven und Erfahrungen einbringen können. Hierbei können Vertreter:innen von Behörden, NGOs, Wirtschaftsverbänden, wissenschaftlichen Einrichtungen, Kommunen und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern berücksichtigt werden.
  3. Planung und Organisation: Die Strategiegruppe sollte eine klare Planung und Organisation haben, z.B. regelmäßige Treffen, eine Agenda, Protokolle, Verantwortlichkeiten und einen Zeitplan für die Umsetzung von Maßnahmen.
  4. Finanzierung und Ressourcen: Die Strategiegruppe benötigt möglicherweise Ressourcen, z.B. für die Durchführung von Studien, die Koordination von Maßnahmen oder die Öffentlichkeitsarbeit. Die Finanzierung sollte frühzeitig und mit einem passenden zeitlichen Vorlauf geklärt werden.
  5. Kommunikation: Die Strategiegruppe sollte eine interne sowie externe, effektive Kommunikationsstrategie entwickeln, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse und Empfehlungen der Gruppe an relevante Interessengruppen und die Öffentlichkeit weitergegeben werden.
  6. Monitoring und Bewertung: Die Strategiegruppe sollte die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen und die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam verfolgen und bewerten. Es sollten entsprechende Monitoring- und Bewertungsmechanismen entwickelt werden, um sicherzustellen, dass die Strategiegruppe ihre Ziele erreicht und ihre Arbeit verbessern kann.

Tipps & Hürden

  • Mögliche Fördermöglichkeiten über Programme (Beispiel „Klimaschutz-Plus BW“ oder ähnliches) sollte unbedingt geprüft werden.
  • Es herrscht das Risiko, dass die Strategiegruppe zu groß wird: Eine angemessene Gruppengröße gewährleistet eine effektive und direkte Kommunikation und Zusammenarbeit
  • Eine gemeinsame Ablageplattform für Inhalte kann sich als ein sehr zeitsparender Faktor auszeichnen und unnötige inhaltliche Dopplungen vermeiden
  • Es ist auf eine gemeinsame rechtliche Absicherung zum Datenschutz zu achten.
  • Zu Beginn ist das gemeinsame Klären von technischen Rahmenbedingungen/Dateiformate und ggf. der dynamischen Schnittstellenanpassung der unterschiedlichen Programme ratsam
  • Die Strategiegruppe besteht aus den Personen, die aktiv am Anpassungskonzept mitwirken, welches sich selbst im Laufe des Projekts sich verändernden Gegebenheiten anpassen muss.

Es ist wichtig, dass sich die verschiedenen Arbeitsgruppen hierbei flexibel auf Veränderungen einstellen können, was durch einen stetigen Austausch und gute Nachrichtenverbreitung („News-Networking“) erreichen lässt.

Kosten

Art der Kosten PersonalkostenVeranstaltungskostenServerkosten

Weitere Daten

Monitoring Anzahl TeilnehmerBekanntheit innerhalb der VerwaltungWissensstand aller Beteiligten
Stakeholder Kommunale Eigenbetriebe
Fachbereiche StadtplanungGesundheitGrünflächen und UmweltFeuerwehr und KatastrophenschutzKlimaschutzleitstelle
Städte Referenz Mannheim
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Diskussion und Feedback

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